Badfliesen gehen auf große Reise

Der Innenausbau geht zügig voran. Die Fußbodenheizung ist ebenso wie der Estrich eingebaut. Der Fliesenleger kann jetzt loslegen.

Wegen der recht großen Entfernung von Treuen im Vogtland nach Zempin ist eine gewisse vorausschauende Planung erforderlich.

Leider hatte ich nicht damit gerechnet, dass das Vertriebssystem der hiesigen Fliesenfachmärkte und Baumarktketten sich nicht bis nach Mecklenburg-Vorpommern erstreckt. Am 14.03.2013 machte sich deshalb das Team von Vogtland-Transporte Auerbach auf die Reise nach Zempin und lieferte die Fliesen pünktlich auf die Baustelle.

Ein Vogtländer auf Usedom

Bereits seit frühster Kindheit besuchte ich mit meinen Eltern in den Sommerferien regelmäßig Usedom. Die Quartiere zu dieser Zeit waren begehrt, knapp an der Anzahl und nur mittels harter Währung – in unserem Fall Wernesgrüner Bier – zu ergattern.

Die Jugendzeit verflog im Winde und plötzlich, im Herbst 1989 konnte auch der Vogtländer die ganze Welt bereisen. Nach Ausflügen auf die Kanarischen Inseln (schwarzer steiniger Lavastrand!) und an die Nordsee (Waten im Schlick statt gelber Sandstrand!) war schnell klar, die schönste Urlaubsgegend liegt hoch im Nord-Osten der Republik.

Im November 1992 nahmen meine Lauffreunde und ich an den Deutschen Crosslaufmeisterschaften in Heringsdorf teil. Bei der Besichtigung der Kaiserbäder stellten wir fest: Drei Villen aus der Gründerzeit sind schon rekonstruiert und strahlen im neuen (alten) Glanz.

Diesen Sommer nahm ich eine neue Bestandsaufnahme vor und realisierte: Es gibt in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin noch drei Villen, die nicht saniert waren.
Da der Gedanke in mir schon länger reifte, sprang der Funke nun über und der Entschluss stand fest, dass es nun an der Zeit sei, Nägel mit Köpfen zu machen. Es galt sich zu entscheiden: Eine Ferienwohnung ist gut, aber ein Ferienhaus ist besser.

In Zempin, dem kleinsten Seebad der Insel, fand sich ein Grundstück am Rande des historischen Ortskerns umgeben von traditionellen Reetdachhäusern. Die Insel ist an dieser Stelle nur etwas mehr als ein Kilometer breit. Dies hat den unschätzbaren Vorteil, dass man tagsüber sowohl schnell per pedes den herrlichen Sandstrand erreicht, als auch abends den romantischen Sonnenuntergang im malerisch, verträumten Hafen genießen kann.

Am 01.09.2012 besichtigte ich das Baugrundstück, auf dem fünf kleine Reetdachvillen im traditionellen Inselbaustil errichtet werden. Die Verträge waren beim Notar anschließend schnell unterzeichnet und los ging der Bau.

Bereits am 30.11.2012 trafen sich die fünf Bauherrenfamilien zum Richtfest. Während der Winterzeit wird nun der Innenausbau voran getrieben. Es entsteht ein Haus, dass modernsten Bauanforderungen (Sole-Wärmepumpe-Heizung, zwei Bäder mit Sauna, Holzkaminkachelofen, Dreifachverglasung, etc.) mit der behaglichen Gemütlichkeit eines Reetdachhauses verbindet.

Rohbau Richtfest
Rohbau zum Richtfest am 30.11.2012

Mit Freude sehen wir dem geplanten Fertigstellungstermin Anfang Mai entgegen.

Über den weiteren Baufortschritt halten wir Sie in diesem Blog auf dem Laufenden…

Herzlichst Ihr Alexander Dietzel